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IT-Kosten pro Arbeitsplatz: Womit Sie wirklich rechnen müssen

Von Patrick M. Garske ·

Fragen Sie drei Geschäftsführer kleiner Unternehmen, was ein IT-Arbeitsplatz im Monat kostet, und Sie bekommen drei sehr unterschiedliche Antworten. Der eine denkt an den Anschaffungspreis des Notebooks, der andere an die Microsoft-Rechnung, der dritte zuckt mit den Schultern. Genau hier liegt das Problem: Die IT-Kosten pro Arbeitsplatz sind selten irgendwo sauber zusammengerechnet. Sie verteilen sich über das Jahr, über verschiedene Rechnungen und über Posten, die niemand der IT zuordnet. Dieser Beitrag zerlegt die Kosten in ihre Bestandteile, nennt realistische Spannen und zeigt Ihnen eine nachvollziehbare Beispielrechnung. Am Ende wissen Sie, mit welcher Hausnummer Sie pro Mitarbeiter tatsächlich planen sollten.

Warum die IT-Kosten pro Arbeitsplatz so schwer zu greifen sind

Ein Arbeitsplatz ist mehr als das Gerät auf dem Schreibtisch. Dahinter steckt eine ganze Kette: das Endgerät selbst, die Programme darauf, das Postfach, die Datenablage, der Schutz vor Angriffen, die Datensicherung und nicht zuletzt jemand, der hilft, wenn etwas klemmt. Jeder dieser Bausteine verursacht Kosten, und die wenigsten davon stehen auf einer einzigen Rechnung.

Dazu kommt ein zweiter Effekt: Ein guter Teil der wahren Kosten taucht überhaupt nicht in der Buchhaltung auf. Wenn ein Mitarbeiter eine halbe Stunde wartet, weil der Drucker streikt, oder die Kollegin selbst am Router herumprobiert, statt ihre eigentliche Arbeit zu machen, ist das verlorene Zeit, also bares Geld. Diese versteckten Posten erklären, warum die gefühlten und die echten IT-Kosten pro Arbeitsplatz oft weit auseinanderliegen.

Die Kostenblöcke im Einzelnen

Sortieren wir das Ganze. Sechs Blöcke ergeben zusammen die monatlichen IT-Kosten pro Arbeitsplatz. Die Spannen unten beziehen sich auf typische Büroarbeitsplätze in kleinen Unternehmen, umgerechnet auf den Monat. Branchen mit besonderen Anforderungen (Konstruktion, Grafik, Forschung) liegen darüber.

Hardware und Abschreibung

Ein solides Business-Notebook samt Monitor, Maus, Tastatur und Dockingstation kostet in der Anschaffung grob 1.000 bis 1.800 Euro. Sinnvoll ist es, diese Summe über die Nutzungsdauer zu verteilen, üblich sind drei bis fünf Jahre. Aus 1.500 Euro über vier Jahre werden so rund 31 Euro im Monat. Wer besser ausstattet, ein Diensthandy oder anteilig Netzwerktechnik mitrechnet, landet höher: 1.800 Euro über drei Jahre plus ein anteiliges Smartphone ergeben schnell rund 50 Euro im Monat.

Software und Lizenzen

Hier liegt der Posten, der über die Jahre am stärksten wächst. Office-Paket, Branchensoftware, vielleicht ein PDF-Werkzeug, ein Passwortmanager, eine Buchhaltungslösung. Pro-Kopf-Abos summieren sich, weil jede neue Lizenz fest mit jedem Mitarbeiter mitwächst. Realistisch sind 15 bis 60 Euro pro Arbeitsplatz und Monat, je nachdem, wie viele Spezialprogramme im Einsatz sind.

E-Mail und Cloud

Postfach, gemeinsame Dateiablage, Kalender, Videokonferenz. Bei Standard-Cloud-Paketen landen Sie pro Nutzer meist zwischen 5 und 25 Euro im Monat. Der Preis hängt stark davon ab, wie viel Speicher Sie buchen und ob Sie auf datenschutzfreundliche Alternativen wie Nextcloud setzen, die Ihre Kosten von der reinen Nutzerzahl entkoppeln.

Sicherheit und Backup

Der Block, an dem am häufigsten gespart wird, und der am teuersten wird, wenn er fehlt. Dazu gehören Schutzsoftware gegen Schadprogramme, eine Firewall (das Gerät, das den Übergang ins Internet absichert), Verschlüsselung der Festplatten und vor allem eine funktionierende, regelmäßig getestete Datensicherung. Pro Arbeitsplatz sind hier 10 bis 30 Euro im Monat eine vernünftige Größenordnung.

Support und Betreuung

Jemand richtet neue Geräte ein, spielt Updates ein, hilft bei Störungen und behält die Systeme im Blick. Ob intern oder über einen Dienstleister: Diese Betreuung ist der am schwersten zu kalkulierende Posten, weil sie bei klassischer Abrechnung schwankt. Pro Einsatz oder pro Stunde gerechnet bewegt sich der Aufwand oft zwischen 20 und 95 Euro je Arbeitsplatz und Monat, mit kräftigen Ausschlägen in arbeitsintensiven Monaten.

Ausfallkosten

Diese Kosten weist keine Rechnung aus. Steht ein Arbeitsplatz still, weil das System nicht startet, das Internet weg ist oder eine Datei verschwunden ist, kostet jede Stunde Gehalt ohne Gegenwert. Rechnen Sie konservativ mit ein paar Stunden ungeplanter Ausfallzeit pro Mitarbeiter und Jahr, und Sie sind schnell bei einem niedrigen zweistelligen Eurobetrag pro Monat, der nirgends gebucht wird.

Tabelle: Kostenblöcke pro Arbeitsplatz und Monat

Kostenblock Was dazugehört Realistische Spanne pro Monat
Hardware / Abschreibung Notebook, Monitor, Zubehör, anteilig Netzwerk 25 - 50 €
Software / Lizenzen Office, Branchensoftware, Tools 15 - 60 €
E-Mail / Cloud Postfach, Dateiablage, Kalender 5 - 25 €
Sicherheit / Backup Virenschutz, Firewall, Verschlüsselung, Datensicherung 10 - 30 €
Support / Betreuung Einrichtung, Updates, Störungen, Monitoring 20 - 95 €
Ausfallkosten (versteckt) Stillstand, Wartezeit, Eigenleistung 10 - 40 €
Summe 85 - 300 €

Die Spanne ist bewusst breit, weil kein Unternehmen wie das andere ist. Wichtiger als der exakte Wert ist die Erkenntnis: Wer nur an Hardware und Office denkt, unterschätzt die wahren IT-Kosten pro Arbeitsplatz um mehr als die Hälfte.

Eine Beispielrechnung, die Sie übertragen können

Nehmen wir einen typischen Büroarbeitsplatz in einem Unternehmen mit acht Mitarbeitern. Mittlere Ausstattung, normale Office-Anforderungen, eine ordentliche, aber nicht überzogene Sicherheitslinie.

Posten Monat
Hardware (1.500 € / 4 Jahre) 31 €
Software / Lizenzen 35 €
E-Mail / Cloud 15 €
Sicherheit / Backup 20 €
Support / Betreuung 45 €
Ausfallkosten 20 €
Gesamt pro Arbeitsplatz 166 €

Pro Jahr sind das rund 2.000 Euro je Arbeitsplatz, bei acht Mitarbeitern also etwa 16.000 Euro. Das ist kein dramatischer Wert, aber ein realer, und vor allem einer, der schwankt. Genau diese Schwankung ist das eigentliche Problem für die Planung. Den größten Hebel hat sie beim Posten Support und Betreuung, denn dort entscheidet das Abrechnungsmodell über die Höhe der Rechnung.

Die versteckten Kosten, die das Budget sprengen

Drei Posten in der Rechnung sind keine Fixkosten, sondern Wundertüten: Support, ungeplante Einsätze und Ausfälle. Sie hängen alle am selben Faktor, nämlich daran, dass etwas Unvorhergesehenes passiert.

Ein einziger größerer Vorfall, eine verschlüsselte Datei nach einem Phishing-Angriff, ein Serverausfall, eine missglückte Datenmigration, kann die IT-Kosten eines ganzen Monats verdoppeln. Hinzu kommt die Eigenleistung der Mitarbeiter: Stunden, die fürs Herumprobieren draufgehen, statt für die eigentliche Arbeit. Dieser Aufwand erscheint in keiner IT-Rechnung, aber er ist real und oft erheblich. Wer hier ehrlich rechnet, versteht, warum die Pro-Einsatz-Abrechnung so tückisch ist: Sie ist genau dann am teuersten, wenn ohnehin schon etwas schiefläuft. Wie sich diese Posten gezielt drücken lassen, beschreiben wir ausführlich in unserem Beitrag zu den konkreten Hebeln, um IT-Kosten im Mittelstand zu senken. Welche Faktoren speziell den Support verteuern, lesen Sie in unserem Artikel zu den tatsächlichen IT-Support-Kosten.

Der Ausweg: feste Pauschale statt Wundertüte

An den Hardware-, Software- und Cloud-Kosten lässt sich planen, weil sie bekannt sind. Unkalkulierbar ist der Teil rund um Betreuung, Einsätze und Ausfälle. Genau hier setzt unser Modell an: Garske Systems bietet voll betreute IT zu einer festen monatlichen Pauschale pro Arbeitsplatz an. Keine Abrechnung pro Einsatz, keine Stundensätze, kein böses Erwachen in einem schwierigen Monat.

Das bedeutet konkret: Sie zahlen einen Fixpreis je Mitarbeiter, und darin sind Betreuung, Updates, Störungsbehebung und laufende Überwachung enthalten. Der Anreiz dreht sich damit um. Statt dass jede Störung zu einer neuen Rechnung führt, haben wir selbst das größte Interesse daran, dass Ihre Systeme stabil laufen und gar nicht erst ausfallen. Aus einem schwankenden, schwer planbaren Posten wird eine Zahl, die Sie für das ganze Jahr in die Kalkulation schreiben können. Wie diese Betreuung technisch aufgesetzt ist, vom serverseitigen Betrieb bis zum laufenden Monitoring, zeigt unsere Seite zum Managed Hosting aus Deutschland.

Das ersetzt nicht die Hardware-Abschreibung und nicht jede Lizenz. Aber es nimmt genau den Teil aus der Gleichung, der bisher unberechenbar war, und macht die wichtigste Kennzahl, die IT-Kosten pro Arbeitsplatz, endlich planbar.

Fazit

Ein IT-Arbeitsplatz im kleinen Unternehmen kostet realistisch zwischen 85 und knapp 300 Euro im Monat, je nach Ausstattung und Sicherheitsniveau. Die Anschaffung ist dabei der harmlose, gut kalkulierbare Teil. Teuer und unberechenbar wird es bei Support, ungeplanten Einsätzen und Ausfällen. Wer diese Posten in eine feste monatliche Pauschale überführt, gewinnt das, was im Mittelstand am meisten zählt: Planbarkeit.

Möchten Sie wissen, wie hoch Ihre IT-Kosten pro Arbeitsplatz heute wirklich sind und wo planbare Fixkosten sie ablösen können? Auf unserer Seite IT-Kosten senken finden Sie den passenden Einstieg, oder sprechen Sie uns direkt an. Wir rechnen ehrlich mit Ihnen durch, was sich lohnt.

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